Publikationen

Wehrs, E. (2006): Singleleben. Einsichten in Lebenskonzepte und Lebenswelten von Singles. Norderstedt 2006

Wehrs, E. (2006): Verstehen an der Grenze. Erinnerungsverlust und Selbsterhaltung von Menschen mit dementiellen Veränderungen. Frankfurt am Main 2006

Veröffentlichungen in universitären Fachzeitschriften

  • Wehrs, E. (2007): Zugang zu den inneren Bildern finden. Wie freies Males Menschen mit demenzieller Erkrankung neue Wege öffnen kann. In: Forschung Frankfurt – Das Wissenschaftsmagazin. Jahrgang 2/2007, S. 118-120
  • Nittel, D./ Wehrs, E. /Bruckmann, D. (2009): Geschichten erzählen im „Café Sagenhaft“- Eine Internetplattform rückt die jahrhundertalte Tradition in den Mittelpunkt. In: Forschung Frankfurt – Das Wissenschaftsmagazin. 27. Jahrgang, 3/2009, S. 65-67.
  • Wehrs, E. / Bruckmann, D. (2009): „Café Sagenhaft“ geht online – Stadtbücherei und Universität starten Kooperationsprojekt im Bereich E-Learning. In: UniReport, Jahrgang 42, 2/2009, S. 21.

Veröffentlichungen in Forschungsprojekten

Schon während meines Studiums habe ich gerne in Projekten mitgearbeitet. So sind beispielsweise Veröffentlichungen in der Reihe „Notizen“ des Instituts für Kulturanthropologie entstanden. Schwerpunkt dabei war die Projektforschung.

Stadtforschung mit der Entdeckung von facettenreichen Nachbarschaftsbeziehungen oder auch die sich wandelnde Bedeutung und Nutzung von Gebäuden in Frankfurt wie etwa dem IG-Farbenhaus, dem heutigen Sitz der Universität, wecken bis heute mein Interesse.

  • Wehrs, E. (1997): Ein ehrenwertes Haus. Schlager zwischen Realität und Illusion. In: Heinz Schilling (Hrsg.): Nebenan und Gegenüber. Nachbarn und Nachbarschaften heute (Kulturanthropologie NOTIZEN 59), Frankfurt 1997, S. 47-79;
  • Wehrs, E., Klös, P. (1997): Etwas fürs Herz. Facetten einer ungewöhnlichen Nachbarschaft.  In: Schilling, H. (Hrsg.): Nebenan und Gegenüber. Nachbarn und Nachbarschaften heute (Kulturanthropologie NOTIZEN 59), Frankfurt 1997, S. 149-167
  • Wehrs, E., Bisgaard, S. (1998): Ein Haus taucht aus der Geschichte auf. Der Poelzig-Bau zwischen Macht-Monument und zukünftigem demokratischen Lern-Ort. In: Greverus, I. M. (Hrsg.) (1998): Frankfurt am Main: ein kulturanthropologischer Stadtführer (Kulturanthropologie NOTIZEN 62), Frankfurt 1998, S. 81-98

Veröffentlichung zum Welt-Poesiefestival in Rödermark

Wehrs, E. (2016): Verstehen an der Grenze. Kulturwissenschaftliche Betrachtungen über Grenzen und das Fremde in der eigenen Kultur. In: Kern, R. and Völker, P.: Between our words…poetry overcomes borders. A worldwide anthology. Leipzig 2016

Diese Anthologie ist das sichtbare, greifbare und lesbare Ergebnis einer ganz besonderen Veranstaltung in unserer Stadt: Dichterinnen und Dichter aus aller Welt haben sich zu einem Poesie-Festival getroffen, das der Begegnung und dem Austausch mit den Mitteln der Lyrik gewidmet war. Sie haben miteinander diskutiert, haben Themen wie Umweltzerstörung, soziale Missstände oder die vielfältigen Bedrohungen des Friedens in unserer heutigen Zeit aufgegriffen, haben Stellung bezogen und eine gemeinsame Erklärung verfasst, sind bildenden Künstlern begegnet, die wiederum auf das poetische Wort künstlerisch reagiert haben. Und sie haben gearbeitet, haben die Erfahrung ihrer Tage in Rödermark lyrisch verarbeitet und in unserer Stadt ihre Gedichte zurückgelassen, die Peter Völker dankenswerterweise zu dieser Anthologie zusammengestellt hat. (Aus dem Vorwort von Roland Kern – Bürgermeister der Stadt Rödermark.)

Fotos vom Weltpoesieforum Rödermark

CD-Cover BEST OF IKS 10 JAHRE INTERNATIONALER SALON DIETZENBACH
Copyright Ensemble Saitensprung 2018

Rede anlässlich der CD über den IKS anlässlich des 10jährigen Jubiläums von Dr. Elke Wehrs

Meine Idee zu einem ’Interkulturellen Salon’ in Dietzenbach entstand im Jahre 2008. Darf ich Ihnen zunächst meine grundlegenden Gedanken zu den Begriffen ’Interkulturell’ und ’Salon’ darlegen?

Interkulturalität betrifft das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, bei der die eigene und die fremde kulturelle Identität und Prägung wechselseitig erlebt werden kann. Das Fremde, das andere Denken, die andere Position, wird dabei nicht dem eigenen Selbstverständnis angegliedert, sondern erst einmal nur bewusst zur Kenntnis genommen. Die Perspektive des anderen kann dabei ohne das Ziehen vorschneller Schlüsse erfahrbar werden. Indem man sich des eigenen Blickwinkels gewahr wird, gelingt es den fremden anderen besser zu verstehen. Im Idealfall treten die fremde und die eigene Kultur in eine produktive Beziehung des gegenseitigen Austausches.

Der (literarische) Salon war ein privater gesellschaftlicher Treffpunkt für Diskussionen, Vorträge und musikalische Veranstaltungen vom 18. – 20. Jahrhundert. In der Regel waren reiche Frauen der gehobenen Gesellschaftsschicht die Gastgeberinnen. Der Salon diente dem freien Ideenaustausch, ungeachtet von Klasse und Geschlecht und hatte das Ziel, soziale und politische Emanzipation zu fördern. Der Salon als Forum für Literatur, Kunst und Gesellschaft erlebt im Medienzeitalter eine Renaissance.

Um die Veranstaltungsreihe ’Der Interkulturelle Salon’ in Dietzenbach zu etablieren, bedurfte es zunächst engagierter Personen, die als Türöffner fungierten. Diese konnten nach der Vorstellung meines Konzeptes schnell für die Idee begeistert werden:

„Meine Idee eines Interkulturellen Salons soll ein Angebot für diejenigen sein, die sich für andere Kulturen und Zeiten interessieren. Geplant ist eine Veranstaltungsreihe, die halbjährig in der Stadtbücherei Dietzenbach Musik, Kunst, Gedichte, Vorträge oder Lesungen zu unterschiedlichen interkulturellen Themen anbietet. Überraschungsgäste, Filme, Dias oder andere Beiträge ergänzen die Abende. Fester Bestandteil eines jeden Interkulturellen Salons soll die Musik der interkulturellen Musikgruppe ’Saitensprung’ sein, die für die entsprechenden themengebundenen Musikeinlagen sorgen könnte.“ Frau Charlotte Rothmann, Leiterin des Ensembles nahm die Idee mit großer Freude auf und gab sie an ihre Musiker weiter.

Zehn Jahre später können wir ein großes Jubiläum feiern: den 19.ten Interkulturellen Salon. Nach wie vor erfreut sich diese Veranstaltung sehr großer Beliebtheit und ist mit durchschnittlich 60 Besuchern aus den verschiedenen Kulturkreisen, jeweils an einem Montag, außergewöhnlich gut besucht. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken, vor allem bei der Gruppe ’Saitensprung’, die zum großen Teil für den Erfolg verantwortlich ist. Natürlich auch bei der Stadtbücherei und dem Verein Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach. Es ist mir eine große Freude, dass wir gemeinsam einen kleinen Beitrag zum besseren Verstehen der Kulturen in Dietzenbach und der großen weiten Welt leisten konnten!