Du betrachtest gerade Teil XXV Schreibwerkstatt „Tatort Frankfurt – Welche Rolle spielt die Magie der Musik?“ Tatort Willy-Brandt-Platz; neue „Kulturmeile“

I. Burn grübelt in Teil XXIV dem Gespräch zwischen Claudia Elfriede, der Theaterwissenschaftlerin und ihm selbst nach. Er versucht, aus den gewonnenen Informationen zur Oper „Carmen“ in der Inszenierung von Barry Kosky, ein potentielles Täterprofil zu den „Frankfurter Opernmorden“ zu erstellen.

Eingefügte Szene U.W.: Es ist der 3. Januar 2026. Über Frankfurt weht ein eisiger Wind. Der einsetzende Schneefall taucht die Bankentürme in ein diffuses Licht. Noch dämmert die Stadt im Neujahrsschlaf, nur am Willy-Brandt-Platz herrscht gespenstische Betriebsamkeit. Die Ära der alten Doppelanlage Oper-Schauspiel Frankfurt endet: die Baustellenzäune für die neue Oper werden errichtet.

Kommissar Ritter zieht den Kragen seines Mantels höher, als er die Absperrung an der Neuen Mainzer Straße unterquert. Hier am Rand der Wallanlagen klafft bereits eine gewaltige Wunde im Boden – das Fundament für das neue Schauspielhaus.

„Was haben wir, mein lieber I. Burn?“ fragt Ritter den von ihm herbeizitierten Opernkenner. Immer wieder wundert sich Ritter über dieses ‚feurige‘ Pseudonym seines Mitstreiters bei der Aufklärung der Frankfurter Opernmorde.

Der Angesprochene steht am Rand der Grube, eine Zigarette im Mundwinkel, die Augen auf ein Bündel aus Samt und Blutgerichtet, das zehn Meter tiefer im Betonmatsch liegt. „Das kommt mir bekannt vor, ich habe diesen Umhang schon einmal auf der Bühne gesehen … ich befürchte, das könnte Maria Bellini sein. Seit dem Enlightenment in der Dreikönigskirche in Frankfurt, wo wir das verschlüsselte Noten-Geheimnis, der Name Fis – H – E – A. „Fishea“ entschlüsselt haben, schwebt sie in Gefahr. Wir entdeckten, dass Bellini einen Spitzname für jemanden hatte, den sie nie öffentlich erwähnte. Einen gewissen Phillipp F, einem Fanatiker. (Schreibwerkstatt Teil X).“ Burn blickt Ritter direkt in die Augen: „Wen kennen wir, dessen Vorname mit F. beginnt und der sich für einen „Strahlemann hält?“

Ritter zeigt sich sichtlich verwirrt, während I. Burn fortfährt: „Sie war nicht irgendeine Sängerin, sondern der Star an der Opernbühne. Sie sollte Morgen zusammen mit dem Tenor Marcello Valli die letzte Gala in der alten Oper singen, bevor die Abrissbirne kommt. Könnte es sein, dass unser Franz Strahlemann diesen Auftritt unbedingt verhindern wollte?“

Die Diva lag, genau wie damals die „Carmen“, als wäre sie mitten aus einer Inszenierung gefallen. Sie trug ein Männerkostüm, dass des Radames aus „Aida“. Die Wunde an ihrem Hals stammte eindeutig von einem Schwert.(https://ki-bild-erstellen.de/)

Spontan erinnert sich Kommissar Ritter an die Paulskirche als Schauplatz einer Opernszene aus Verdis La Traviata. (Teil VI Schreibwerkstatt UniWehrsEL)

Als die Vorhänge sich öffneten, lag auf der Bühne der Hauptdarsteller Franz Strahlemann stark blutend. Damals mutmaßte man, es sei eine Tat aus Eifersucht. Ritter hatte die nach draußen eilende Primadonna Maria Bellini verhört, die ihre Unschuld beteuerte. Der plötzlich auftauchende Opernkritiker I. Burn hatte am Tatort  einen Gegenstand entdeckt, der einem Schwert glich, der nicht Teil der Inszenierung sein konnte, weil er nicht zur Handlung von La Traviata passte. Burn deutet es als Hinweis auf einen Streit zwischen Tenor und Primadonna – etwas Persönliches, oder eine andere Vorstellung von der Inszenierung. In diesem Moment ertönte die grässliche Musik aus dem alten CD-Player. Die Diva erklärte, sie habe das Schwert bei Strahlemann gesehen.

„Meine Güte, lieber Ivo, dass kommt mir vor wie ein Deja Vue. Wieder das Schwert, das nicht zur Vorstellung passt, scheint die Tatwaffe zu sein. Und warum diese merkwürdige Kostümierung? Eine Frau in einem Männerkostüm … den umgekehrten Fall hatten wir doch auch schon beim Mord im Kommunikationsmuseum, da dachten wir erst, es wäre ein Mann und dann zeigte der Ausweis, es handele sich um eine Frau.“ Ritter atmet kurz tief durch:

„Die Tote trug unter ihrem Gewand einen Tropenanzug:

das Gewand einer Tierschützerin. Wie Jane Goodall trug diese Unbekannte nicht nur ein Kostüm, sie trug eine Mission. Teilten etwa beide die Leidenschaft für die Tiere, die eine weltweit, die andere vielleicht lokal? Schon damals dachten wir an einen Zusammenhang zum Frankfurter Zoo, vielleicht ein Hinweis auf einen Pharma-Skandal?“(Teil XIV Kommunikationsmuseum)

Und weiter grübelt Ritter: „… oder ein politischer Mord? Es gab da gewisse Spannungen. Die Entscheidung für die „Kulturmeile“ in Frankfurt und die Investition von über 1,3 Milliarden Euro hat bis heute die Stadt gespalten. War vielleicht dieser „Phillipp F.“, auf jeden Fall ein Pseudonym, der Kopf der Bewegung „Rettet das gemeinsame Haus“?   Und war nicht die Bellini für das genaue Gegenteil? Ihr Tod an genau der Stelle, an der das Schauspiel nun isoliert vom Opernhaus entstehen soll, kommt mir vor, wie eine makabere Botschaft!“

Wie könnte es nun, liebe Mitschreibenden der Schreibwerkstatt UniWehrsEL, weitergehen? Nehmen wir an, die Ermittlungen führen das Duo weiter quer durch das Frankfurt des Jahres 2026. Sie besuchen das Interimsquartier an der Hauptwache 1, wo das Schauspielensemble zwischen Umzugskartonsund provisorischen Bühnen probt. Dabei liegen die Nerven aller Beteiligten blank. Wäre es möglich, dass Täter oder Täterin etwas über das Grundstück an der Neuen Mainzer Straße wussten? Sollten Ritter und Burn einmal gründlich die Grundbuchauszüge prüfen? Bekannt ist, die Stadt hat 210 Millionen Euro für dieses Land bezahlt. Könnte Kommissar Ritter es für möglich halten, ein Teil des Geldes wäre ein Tatmotiv, um es in dunklen Kanälen verschwinden zu lassen? Steckt vielleicht einer der großen Immobilienentwickler dahinter? Oder ist es letztlich doch ein persönlicher Mord aus Eifersucht oder Rache? Schreiben Sie uns unter Kontakt!

Herzlichen Dank an Pixabay und an KI Bildgenerator, die uns neue Möglichkeiten der Verbildlichung unserer Texte ermöglichen!

  • Beitrags-Kategorie:Alltagskultur / Blog
  • Beitrag zuletzt geändert am:3. Januar 2026
  • Lesedauer:5 Min. Lesezeit