Psychologie–Seminar an der U3L: Doppelgänger: Identität im Duplikat – von der literarischen Romantik zur digitalen Spiegelwelt
Wer: Wehrs, Elke
Wann: Donnerstag, 12:00-14:00 Uhr
Format: Onlineveranstaltung mit Präsenzterminen
Präsenztermine:
29.10.2026 PEG – PEG 1.G 192
19.11.2026 PEG – PEG 1.G 192
10.12.2026 Seminarhaus SH – SH 2.105
21.01.2027 Seminarhaus SH – SH 2.105
11.02.2027 PEG – PEG 1.G 192
Wer bin ich, wenn meine Kopie existiert? Warum fasziniert und erschreckt uns das künstliche Ebenbild? Das Seminar untersucht das Motiv des Doppelgängers als interdisziplinäres Phänomen: von der literarischen Romantik (Hoffmann) über Freuds psychologisches Konzept des „Unheimlichen“ bis hin zu aktuellen Forschungen zu Digitalisierung und den Folgen für Kultur und Psyche. Unser Brückenschlag führt vom Doppelgänger in klassischer Schauerliteratur über bildende Kunst hin zur aktuellen Forschung. Ein Streifzug durch Psychologie, Kunst, Literatur hin zu den Folgen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.
Literatur
Klein, Naomi: Doppelgänger: Eine Analyse unserer gestörten Gegenwart, Frankfurt am Main 2024
King, Vera & Gerisch, Benigna (Hg.): Digitalisierung. Folgen für Psyche und Kultur, Stuttgart 2021
Besonderes Highlight: Die Historikerin Dr. Angelina Pils seziert in einer Seminarstunde ihre aktuelle Studie Schneider / Schwerte: Ein westdeutsches Doppelleben 1945–1999 [wallstein-verlag.de] einen der spektakulärsten realen Identitätswechsel der Nachkriegszeit.
Bild © Kai Wehrs
