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“Radikal” oder “banal”, dem Geheimnis des Bösen auf der Spur

Kant hat den Begriff des “radikal Bösen” geprägt. Weiter gedacht geht damit eine Gefahr der Dämonisierung einher, der sich Hannah Ahrendt mit ihrer Wende zur “Banalität des Bösen” widersetzte. Damit schloss sie sich an die „Privationstheorie“ von Augustinus an, die heute durch die Anthropologie Girards plausibel gemacht werden kann. Wolfgang Palaver, Professor für christliche Gesellschaftslehre, setzt sich theologisch-anthropologisch mit der “Dämonisierung des Bösen” auseinander (vgl. Wolfgang Palaver, Die Masken des Bösen, S. 17ff).

Hören Sie dazu bitte die Einführung „Wider die Dämonisierung des Bösen“

Wolfgang Palaver schreibt: „Der lateinische Kirchenvater Augustinus vertrat als Manichäer anfänglich eine dualistische Haltung, die den Menschen in grundsätzlich Gute und grundsätzlich Böse aufteilt“.

Hören Sie bitte dazu:  

„Das Böse als Mangel an Gutem: Die Privationstheorie des Augustinus“

Weitere Ausführungen von Wolfgang Palaver: „In unserer Gegenwart zählt die mimetische Anthropologie des französisch-amerikanischen Kulturanthropologen Rene Girard zu den besten Fortführungen der in der Tradition des von Augustinus festgesetzten Zugangs des Bösen“. Girard gilt als Begründer der mimetischen Theorie

Bitte hören Sie dazu weiter:

„Rene Girard Der Anwalt der Gewalt – mimetische Theorie“

„Sündenbocktheorie“