You are currently viewing Über geigende Roboter und die Tücken der Technik

Hallo UniWehrsEL,

heute mit der Frage: „Wann kommt ein echter Terminator?“. Natürlich hat diese Frage der freundliche Professor mit dem Schnauzbart und der nervigen – ich meine natürlich total sexy – Stimme beantwortet, für Arte, damit der Zuschauer nicht dumm stirbt.

Zum Beispiel hat eine japanische Firma schon Roboter entwickelt, der Geige spielen kann. Der Geiger David Garrett muss also schon mal um seinen Job fürchten, wenn bald ein süßer kleiner Roboter die Hauptrolle in Vivaldis ‚Vier Jahreszeiten‘ spielt. Allerdings ist der Roboter noch nicht ganz so perfekt wie der bereits erwähnte Terminator, denn er kann ausschließlich eine für ihn gebaute Geige spielen. Keine größere Geige oder mal ein Klavier, nur diese eine Geige. Er kann sich nicht anpassen an andere Geräte. Aber ist das wirklich ein Nachteil? Ob David Garrett etwas anderes spielen kann als Geige, ist in diesem Zusammenhang nicht übermittelt.

Der Roboter der Zukunft soll jedoch selbstständig lernen. Eine Fähigkeit, die nicht mal alle Menschen so ohne Weiteres ‚drauf‘ haben, aber unser kleiner süßer Roboter soll das nur mit Übung hinkriegen. Überfordert dieser Anspruch den Roboter nicht total? Die zweite Frage ist, warum sollten die Entwickler wollen, dass der Roboter selbstständig Dinge lernt und sich zum Beispiel selbst repariert? Da würde der Eine oder die Andere überflüssig.

In der Arte Sendung erfahren wir außerdem, dass irgendein Techniker der NASA den netten Roboter ‚Spirit‘ gegen einen Stein auf dem Mars gesteuert hat. Bisher wusste der Zuschauer weder etwas von dem netten Roboter ‚Spirit‘ noch, dass es auf dem Mars keine Marsmensch, aber wohl heimtückische Steine gibt. Was für ein Erkenntnisgewinn dank Arte.

Zur Beruhigung, bis zur Entwicklung vom Terminator-Roboter scheint es noch ein weiter Weg zu sein. Es gibt den Roboter ‚Asimo‘ – der ist etwas zu kurz geraten ist, für einen Terminator mit 1,50 Metern, und er ist sehr langsam unterwegs, mit einem Stundenkilometer. Da kann sich jeder vor ihm in Sicherheit bringen. Was die derzeitigen Roboter sehr sympatisch macht – fast schon menschlich – ist die Tatsache, dass sie kaum Treppenstufen laufen können, sondern dabei stürzen. Diese Eigenschaft haben sie mit älteren Menschen gemeinsam, die auch nicht mehr so fit im Treppensteigen sind. Da soll noch mal einer sagen Menschen und Roboter hätten keine Gemeinsamkeit. Danke an den Professor und seinen Schnauzbart, ohne ihn wären mir die Roboter deutlich unsympathischer vorgekommen als im Faktenscheck von Arte.

Auch David Garrett wird innerlich kurz aufatmen bei der Tatsache, dass der geigende Roboter das Spielen zwar gut hinbekommt, aber an den Treppen der diversen Opernhäuser wie etwa der Oper Frankfurt, wohl verzweifeln würde. Also ist eine Übernahme durch den Roboter im Konzertsaal zwar möglich, aber weil sie ihn immer ins Opernhaus tragen müssten, zur Zeit wenig wahrscheinlich.

Und was wäre, wenn der Roboter so schlau würde, dass er eine Gewerkschaft für Roboter gründen würde? Blieben dann die Züge wegen streikender Roboter einfach stehen? Was meinst du zu Robotern?

  • Beitrags-Kategorie:Alltagskultur / Blog
  • Beitrag zuletzt geändert am:22. August 2021
  • Lesedauer:3 min Lesezeit