Du betrachtest gerade Abstracts Schreibwerkstatt „Tatort Frankfurt. Welche Rolle spielt die Magie der Musik?“ vom Anfang bis zu Folge XXXVIV (Folge 39)

Die Schreibwerkstatt ist ein gemeinsames Online Schreibprojekt, indem bestimmte „Frankfurter Tatorte“ und die Rolle der Musik zentral sind. Inzwischen gibt es auch Ausflüge in die Nachbarstädte, die der Kriminalkommissar Ritter zusammen mit dem Opernkenner I. Burn unternimmt. Musik umrahmt die Krimihandlung und beeinflusst diese. Sie dient nicht nur der Entwicklung einer fiktiven Kriminalgeschichte, sondern ist zudem ein atmosphärisches Element, als thematischer Anknüpfungspunkt, der die Handlung vorantreibt.

Bild zum Auftakt zur Schreibwerkstatt K. W.

Die Schreibwerkstatt „Tatort Frankfurt. Welche Rolle spielt die Magie der Musik?“ im UniWehrsEL umfasst in der Zwischenzeit 35 Beiträge; Zeit für eine erneute Zusammenfassung. Sie finden die Grundüberlegungen und die Übersicht zu den Abstracts Auftakt bis XX zusammengefasst.

Bild zur Weiterführung ab Teil XXI bis XXX H. R.

Ganz herzlichen Dank für Ihre Begeisterung und Freude an der gemeinschaftlichen Gestaltung! I. Burn und Kommissar Ritter ermittelten weiter an vielen Tatorten in Frankfurt. nachzulesen in den Teilen XXI – XXX.

Foto: E. W.

Inzwischen ist unsere Schreibwerkstatt kleiner geworden. Es gibt nur hin und wieder einen Beitrag. Aber es geht weiter! In Teil XXXI ermittelten Burn und Ritter im Frankfurter Westend und unternahmen anschließend einen Ausflug nach Darmstadt zum KI Festival. Um dann wieder in Frankfurt einen gemeinsamen Opernabend zu erleben. Nicht immer geschieht ein Mord und nicht immer muss es eine Oper sein. Schreiben Sie uns doch einfach einmal, welcher Beitrag Ihr Favorit ist. Wer ist Ihrer Meinung nach der Täter oder die Täterin. Sollte die Lösung offen bleiben?

In Frankfurt wählte unsere Schreibwerkstatt den Schauplatz Uni Campus Westend der Goethe-Universität. Nicht nur, dass tatsächlich im Sommersemester 26 das Seminar zu „Krise und Hoffnung“ im Seminargebäude stattfindet. Zudem gilt der Campus mit seiner Architektur aus Travertin-Stein und den weiten Parkanlagen als einer der schönsten, aber durch seine NS-Vergangenheit (ehemaliges IG-Farben-Haus) auch als einer der geschichtsträchtigsten Orte Frankfurts.

Teil 32: Vom 13.05. bis 17.05. fand das erste KI-Festival am Staatstheater Darmstadt statt. Am Eröffnungstag sieht man I. Burn. Der hat sich in seinen ‚feinen Zwirn‘ geworfen. Was wird ihm bei der Vorstellung „The Saloon Dinos in Dodge City“ erwarten? Treffen dort wirklich KI-generierte Dinos auf waschechte Cowboys?

Teil 33: Es klingt nach einer Drohung, aber mit Augenzwinkern: „Komm zu meinem Festival oder ich hacke deinen Toaster – deine KI„. Unter diesem Motto gingen Schauspieler, Tänzer und Musiker am Staatstheater Darmstadt der Frage nach: Schreibt die KI vielleicht die besseren Geschichten für die Bühne? Ein Mitglied unserer Schreibwerkstatt setzt nicht nur die Geschichte in Teil XXXIII fort, sondern integriert auch das Ermittlerteam Kommissar Ritter und Opernkenner I. Burn.

Teil 34: Die Oper Macbeth feiert ihre Wiederaufnahme im April 2026 an der Oper Frankfurt. Anlass genug für den Opernkritiker I.Burn, sich in Schale zu werfen, eine Krawatte zu entwirren und seinem Freund, dem Kommissar Ritter, eine Karte zu spendieren. Burn, der Kritiker, sieht in solchen Wiederaufnamen die perfekte Bühne für pointierte Anmerkungen und dramatische Momente; Ritter, der Kommissar, nimmt Einladungen in die Oper nur mit Schmerzen an, denn er hat eigentlich einen anderen Musikgeschmack.

Offensichtlich besteht ein Bedürfnis danach, die Schreibwerkstatt um die Protagonisten Kriminalkommissar Ritter und Opernkenner I. Burn fortzusetzen. Es geht um ein kollaboratives gemeinsames Online Schreibprojekt, indem bestimmte „Frankfurter Tatorte“ und die Rolle der Musik zentral sind. Musik umrahmt die Krimihandlung und beeinflusst diese. Sie dient nicht nur der Entwicklung einer fiktiven Kriminalgeschichte, sondern ist zudem ein atmosphärisches Element, als thematischer Anknüpfungspunkt, der die Handlung vorantreibt.

Teil 35: Unsere Schreibwerkstatt freut sich über einen neuen Beitrag!

Folge 35: https://www.elkewehrs.de/xxxv-schreibwerkstatt-tatort-frankfurt-welche-rolle-spielt-die-magie-der-musik-archaeologisches-museum-medusa/

Herzlichen Dank an alle Schreibenden und Lesenden, die einen neuen Fall erwartet haben und weiterhin schreiben. Diesmal sind Burn und Ritter auf Spurensuche im Archäologischen Museum in Frankfurt – ein Beitrag von I. N.

Im 35. Beitrag unserer Schreibwerkstatt „Tatort Frankfurt. Welche Rolle spielt die Magie der Musik?“ geht es um Burn, Ritter und die Vase mit dem Medusa Motiv. Grundlage ist Burns Rezension über die Oper Medusa: Er beschreibt die Oper als Stimme der Medusa, verweist auf die Metapher von Spiegeln, von Verurteilung und Tater-Opfer-Umkehr. Er endet mit einem Satz, der in den Zeitungen zitiert wird: „Wenn Gesellschaft Opfer zu Tätern formt, trägt sie am Ende dafür auch die Verantwortung selbst.“

Teil 36: Im Musical „Lazarus“ (unser Beitrag zu Hoffnung und Wandlung) spinnen David Bowie und Enda Walsh eine bruchstückhafte, traumartige Erzählung um die Hauptperson Newton: Der unsterbliche Außerirdische ist auf der Erde gescheitert, weil seine Mission – Wasser für seinen Heimatplaneten – erfolglos ist und ihn der Verlust seiner großen Liebe Mary‑Lou innerlich zerbrochen zurückließ. Für ein Mitglied unserer Schreibwerkstatt ein willkommener Anlass unser geniales Ermittlerteam Ritter und I. Burn zum Einsatz zu bringen. 

Teil 37: Handlung im Staatstheater Darmstadt. Fortsetzung M. E.: Das Staatstheater Darmstadt als Schauplatz: Bowie’sche Töne, flirrende Projektionen und 36 Grad Hitze. In dieser Bearbeitung wird die Lazarus‑Inszenierung zur Kulisse eines Mordfalls – eine Darstellerin im Teenager-Kostüm stirbt mitten in der Vorstellung, Augenzeugen berichten von einer bedrohlichen Gestalt im Katzenkostüm, und die vertrauten Rollen von Opernkenner Burn und dem Bowie-Fan Ritter kehren sich um. Hier schmilzt nicht nur das Eis, sondern auch jede Bühnengewissheit. Ein Mord, eine Katzengestalt und ein Opernkenner, dem die Souveränität zu eng wird wie sein Anzug – und Ritter, der Bowie‑Fan, der mehr Coolness als die Kriminalistik erlaubt mitbringt.

Jakob hat lange als Tontechniker im Staatstheater Darmstadt gearbeitet, bis er entlassen wurde. Sein Verhalten wurde immer auffälliger, wie auch die Mitarbeiterin Alice bestätigt. Leider entkommt er. Ritter entwirft mit Hilfe des Profilers im Polizeipräsidium ein Täterprofil.

Teil 38: Jakob ist nach wie vor der Hauptverdächtige im Fall „Lazarus“. Kommissar Ritter hat zu Jabob ein Täterprofil begonnen, indem er konstatiert: „Jakob geht nicht aus reiner Bosheit vor, sondern aus einer kollabierten Identität: der Techniker, dessen Kunst anerkannt werden wollte und in seiner Vorstellung nur durch Besitz geschützt werden kann“.

Burn notierte für sich: „Jakob ist ein Maladaptiver Perfektionist, der zu dichotomem Denken neigt: Alles ist entweder perfekt oder ein Versagen, ein Mittelweg existiert nicht. Er verzweifelt an sich und der Umwelt, reagiert auf Kritik mit starken Stimmungseinbrüchen und vermeidet Aufgaben zu übernehmen aus Angst, sie nicht perfekt erfüllen zu können. Der permanente Vergleich mit anderen, die er persönlich für sehr viel schlechter als sich selbst einschätzte die aber durch ihre Bühnenpräsenz vermeintlich begünstigt werden, wirkt bei Jakob wie ein Brandbeschleuniger für perfektionistische Tendenzen.“ Burns These: Jakob mordet, weil er es nicht ertragen kann, wenn ein Sänger falsch atmet. Und leider kann er durch seine Entlassung seinem Perfektionismus in der Korrektur der Tonspuren nicht mehr gerecht werden.

Folge 39: Burn und Ritter erkennen immer genauer, dass Jakob der Täter sein muss. Die Problematik des Täters entspringt einer tiefen seelischen Spaltung. Die Ermittler stoßen auf ein klassisches, kriminologisches Psychogramm, bei dem die Kombination aus Musik, Atem und Spiegeln die obsessive Kernstruktur eine gespaltenen Persönlichkeit offenbart. Ritter und Burn entwickeln die psychologische Sezierung dieses Täters und seiner Verbindung zum Spiegelmotiv. In der Psychologie spricht man bei solchen Tätern von einer schweren narzisstischen Störung des Selbstwerts.